ByteShop-Modulbedingungen
Diese besonderen Bedingungen gelten für die Module der ByteShop-Lösung. Sie ergänzen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von HumanByte.
Geltungsbereich und Rangfolge
1.1 Diese Modulbedingungen gelten, wenn ein Kunde («Kunde») ByteShop oder eines seiner Module bei der HumanByte GmbH («HumanByte») bestellt. Sie ergänzen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von HumanByte. Bei Widersprüchen zwischen den beiden Regelwerken haben diese Modulbedingungen für die bestellten Module Vorrang.
1.2 Der Kunde bestellt ausschliesslich die Module, die in der unterzeichneten Bestellung oder der angenommenen Offerte aufgeführt sind. Die Bedingungen eines Moduls gelten nur, wenn dieses Modul bestellt wurde.
Die Module
ByteShop besteht aus den folgenden Modulen:
- Zutritt: ByteGate-Türsteuerungen und die ByteKey-App mit einem persönlichen QR-Code und einem per SMS übermittelten Anmeldecode.
- Self-Checkout und Kassensystem: Verbindung zwischen dem Kassensystem des Kunden und den Zutritts- und Berichtsfunktionen.
- Kameras und Sentinel: Kameras und lokale Aufzeichnung sowie – sofern vom Kunden bestellt – die nächtliche Kontrolle mit Sentinel und dem dazugehörigen Morgenbericht.
- Dashboard und Berichte: Das ByteGate-Dashboard mit Zutrittsprotokollen und Berichten.
Rollen und Verantwortlichkeiten
3.1 Der Kunde betreibt seinen eigenen Laden. Er – und nicht HumanByte – schliesst die Kaufverträge mit seiner Kundschaft ab und entscheidet über Preise, Produkte, Öffnungszeiten und Zutrittsregeln.
3.2 HumanByte stellt Technologie und Dienstleistungen bereit. HumanByte betreibt den Laden nicht und ist keine Vertragspartei der Verträge zwischen dem Kunden und dessen Kundschaft.
3.3 Für ByteShop arbeitet HumanByte mit der biolini GmbH (Bioflix) zusammen, die eigene Selbstbedienungsläden betreibt. Die biolini GmbH kann sich an der Beratung, der Einführung und der Schulung beteiligen. HumanByte ist der Vertragspartner des Kunden und gegenüber dem Kunden für die vereinbarten Dienstleistungen verantwortlich.
Modul Zutritt
4.1 HumanByte liefert und konfiguriert die Zutrittstechnologie gemäss der Bestellung. Der Kunde entscheidet, wer den Laden betreten darf, zu welchen Zeiten der Zutritt möglich ist und wann eine Zutrittsberechtigung entzogen wird.
4.2 HumanByte sperrt oder reaktiviert die Zutrittstechnologie auf Anweisung des Kunden. HumanByte ist nicht für Entscheidungen des Kunden verantwortlich, einer Person den Zutritt zu verweigern oder eine Zutrittsberechtigung zu entziehen.
4.3 Ein QR-Code oder Anmeldecode ist persönlich. Der Kunde muss seine Kundschaft in den eigenen Bedingungen darüber informieren, dass Zugangsdaten nicht weitergegeben werden dürfen und dass bei missbräuchlicher Verwendung der Zutritt gesperrt werden kann.
Modul Self-Checkout und Kassensystem
5.1 Der Kunde ist für die Preise, die Mehrwertsteuer, die Belege, Rückerstattungen und die von ihm akzeptierten Zahlungsmethoden verantwortlich. Der Self-Checkout nutzt die Zahlungsdienstleistungen von Worldline. Der Kunde schliesst den Vertrag über die Zahlungsannahme direkt mit Worldline oder einem anderen von ihm gewählten Anbieter ab. Es gelten die Bedingungen des jeweiligen Anbieters. HumanByte verwahrt keine Gelder des Kunden.
5.2 HumanByte ist nicht für Ausfälle oder Fehler von Worldline, anderen Zahlungsdienstleistern oder Kassensystemen von Drittanbietern verantwortlich.
5.3 Der Kunde muss seine Kundschaft in den eigenen Bedingungen darüber informieren, wie der Self-Checkout funktioniert, dass sämtliche Artikel gescannt werden müssen und dass Kontrollen durchgeführt werden können.
Modul Kameras und Sentinel
6.1 HumanByte installiert und konfiguriert die Kameras und die Aufzeichnung gemäss der vereinbarten Bestellung und dem Kameraplan. Der Kunde bestimmt den Zweck, die Platzierung und die Aufbewahrungsdauer. Sofern der Kunde keine kürzere Dauer vorgibt, werden die Aufzeichnungen fünf Tage lang aufbewahrt und danach automatisch überschrieben.
6.2 Der Kunde ist der Verantwortliche für die Aufzeichnungen. Er darf diese nur so lange aufbewahren, wie es für den vorgesehenen Zweck erforderlich ist. Er muss sie vor unbefugtem Zugriff schützen und anschliessend löschen. Öffentliche Bereiche oder Bereiche, in denen die Privatsphäre besonders geschützt ist, dürfen nicht aufgezeichnet werden.
6.3 Der Kunde muss am Eingang gut sichtbare Hinweise anbringen und seine Kundschaft in seiner Datenschutzerklärung über die Kameras und die Aufbewahrungsdauer informieren.
6.4 Wenn der Kunde Sentinel bestellt, dient dieses als automatisierte Unterstützung. Sentinel weist auf ungewöhnliche Ereignisse hin, beispielsweise auf einen Zutritt ohne zugehörigen Kauf, und erstellt einen Morgenbericht. Ein solcher Hinweis ist ein Indiz, aber kein Beweis. Der Kunde muss jeden Hinweis überprüfen, bevor er Massnahmen gegen eine Person ergreift. Er allein entscheidet über weitere Schritte, eine Meldung an die Polizei und allfällige Gebühren oder Forderungen.
6.5 Werden Aufzeichnungen auf den Räumlichkeiten des Kunden gespeichert, greift HumanByte nur dann und nur insoweit darauf zu, wie der Kunde dies zu Supportzwecken anweist.
Endkundenkonten und Nachrichten
7.1 Der Kunde ist der Verantwortliche für die Personendaten seiner Kundschaft. HumanByte bearbeitet diese Daten im Auftrag des Kunden gemäss dem in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen genannten Auftragsbearbeitungsvertrag.
7.2 Anmeldecodes werden per SMS über Drittanbieter versendet. HumanByte hat keinen Einfluss auf die Zustellung oder die Übertragungsgeschwindigkeit von SMS-Nachrichten. Per SMS versendete Anmeldecodes sind im Preis inbegriffen. HumanByte kann eine ungewöhnliche Nutzung einschränken oder sperren, beispielsweise automatisierte oder betrügerische Anfragen nach Anmeldecodes.
Eigene Bedingungen und Datenschutzerklärung für die Kundschaft
8.1 Der Kunde muss seiner Kundschaft eigene Bedingungen und eine eigene Datenschutzerklärung zur Verfügung stellen. Diese sollten insbesondere die Registrierung und Anforderungen an das Alter oder die Handlungsfähigkeit, die Zutrittsregeln, Zahlungen und Preise, Kameras und Aufbewahrungsdauer, den Umgang mit Missbrauch und Diebstahl, die Haftung sowie das anwendbare Recht abdecken.
8.2 HumanByte kann Vorlagen für diese Dokumente bereitstellen. Eine Vorlage dient als Ausgangspunkt, wird ohne Gewähr zur Verfügung gestellt und stellt keine Rechtsberatung dar. Der Kunde muss die Vorlage prüfen und an seine Situation anpassen. Er ist für seine eigenen Bedingungen gegenüber seiner Kundschaft verantwortlich. Allfällige Gebühren, die der Kunde seiner Kundschaft auferlegt – beispielsweise eine Pauschale bei Diebstahl –, liegen in seiner eigenen Verantwortung und auf seinem eigenen Risiko.
Verfügbarkeit
Die ByteGate-Steuerungen funktionieren auch offline und synchronisieren sich, sobald die Verbindung wieder verfügbar ist. Aufzeichnungen werden lokal gespeichert. Berichte und Cloud-Funktionen sind von der Verbindung abhängig. Eine bestimmte Verfügbarkeit wird nur garantiert, wenn diese schriftlich in einem Service-Level vereinbart wurde.
Einhaltung der Vorschriften für den Laden
Der Kunde ist dafür verantwortlich, die für seinen Laden und seine Produkte geltenden gesetzlichen Vorschriften einzuhalten, beispielsweise zu Öffnungszeiten, altersbeschränkten Waren, Hygiene und Preisangaben. HumanByte überprüft die Einhaltung dieser Vorschriften nicht.